Was Google zu gekauften Bewertungen sagt
Die Richtlinien für Beiträge auf Google Maps verbieten unter dem Punkt gefälschte Interaktionen Beiträge, hinter denen keine echte Erfahrung steht, bezahlte Bewertungen und Bewertungen über mehrere Konten. Unter Bewertungsmanipulation fallen Bewertungen, die durch Anreize entstanden sind, und auffällige Häufungen.
Die Google-Hilfe zu Rezensionen sagt es für Inhaber noch direkter: Anreize für Rezensionen gelten als gefälschte Interaktionen und sind streng verboten.
Was das Gesetz sagt
Seit Mai 2022 steht es ausdrücklich im Gesetz. Nach Nummer 23c im Anhang zu § 3 Absatz 3 UWG ist die Übermittlung oder Beauftragung gefälschter Bewertungen von Verbrauchern zur Verkaufsförderung stets unzulässig. Wer Bewertungen kauft, beauftragt genau das.
Unzulässige geschäftliche Handlungen können Wettbewerber und Verbände abmahnen und auf Unterlassung in Anspruch nehmen. Wie das im Einzelfall ausgeht, beurteilt eine Kanzlei. Wir leisten keine Rechtsberatung.
Was konkret passieren kann

- Die Bewertungen verschwinden. Google entfernt Rezensionen, die gegen die Richtlinien verstoßen, und erkennt Spam laut eigener Aussage auch automatisch. Das bezahlte Geld ist dann weg.
- Das Profil gerät unter Beobachtung. Google kann Profile bei Verstößen einschränken. Wie eine Sperre abläuft und was du dann tust, steht unter gesperrtes Unternehmensprofil.
- Wettbewerber melden und mahnen ab. Auffällige Bewertungsmuster sehen auch die Betriebe neben dir in der Karte. Wie Meldungen funktionieren, zeigt Google Maps Spam melden.
- Leser erkennen das Muster. Zwanzig Fünf-Sterne-Bewertungen in einer Woche von Konten ohne weitere Beiträge wirken auf Kunden selten vertrauenswürdig.
Auch verboten: Anreize und Vorauswahl
Nicht nur der Kauf ist untersagt. Laut den Richtlinien verstoßen auch diese Wege gegen die Regeln, obwohl die Bewertungen von echten Kunden stammen:
- ein Rabatt, Gutschein oder Gratisleistung als Gegenleistung für eine Bewertung
- nur zufriedene Kunden gezielt um eine Bewertung bitten
- Bewertungen vor Ort verlangen oder Druck ausüben
- Inhalte vorgeben, etwa den Namen eines Mitarbeiters
- Mitarbeiter zu einer Zahl an Bewertungen verpflichten
- Bewertungen von Mitarbeitern, Familie oder Geschäftspartnern
Der erlaubte Weg zu mehr Bewertungen
Erlaubt ist, alle Kunden um eine ehrliche Bewertung zu bitten, ohne Gegenleistung und ohne Vorgabe. Das bringt weniger Bewertungen auf einmal und dafür welche, die bleiben.

- Bewertungslink holen und an alle Kunden schicken, etwa mit der Rechnung. Wie das geht, steht unter Google Bewertungslink.
- Zum festen Zeitpunkt fragen, zum Beispiel nach jedem abgeschlossenen Auftrag, unabhängig davon, wie er lief.
- Jede Bewertung beantworten, auch die kritischen. Muster stehen unter auf Google Bewertungen antworten.
Ein stetiger Zufluss echter Bewertungen stärkt die Bekanntheit, einen der drei Faktoren, die Google für das lokale Ranking nennt. Mehr dazu bei den Local SEO Rankingfaktoren.
Häufige Fragen zum Kauf von Google Bewertungen
Was Betriebe fragen, wenn ihnen Bewertungen angeboten werden.
Ist es erlaubt, Google Bewertungen zu kaufen?
Nein. Google verbietet bezahlte Bewertungen, und das UWG nennt die Beauftragung gefälschter Verbraucherbewertungen ausdrücklich als unzulässige geschäftliche Handlung.
Merkt Google, wenn Bewertungen gekauft sind?
Google entfernt nach eigener Aussage wahrscheinliche Spam-Rezensionen automatisch und prüft Meldungen. Auffällige Muster wie viele Bewertungen in kurzer Zeit von neuen Konten fallen dabei auf. Eine Garantie, dass etwas unentdeckt bleibt, gibt es nicht.
Darf ich einen Rabatt für eine Bewertung anbieten?
Nein. Rabatte, Gutscheine oder Gratisleistungen für eine Bewertung sind laut Google unzulässige Anreize, auch wenn die Bewertung echt ist.
Dürfen Mitarbeiter oder Familie bewerten?
Nein. Das ist ein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien. Solche Bewertungen entfernt Google.
Ein Anbieter verspricht echte Bewertungen von echten Menschen gegen Geld. Ist das erlaubt?
Nein. Geld oder andere Vorteile für eine Bewertung sind laut Google auch dann verboten, wenn der Bewerter echter Kunde war. Fehlt die eigene Erfahrung, ist die Bewertung zusätzlich gefälscht im Sinne von Nummer 23c im Anhang zum UWG.
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