- Eine Suche an deinem Schreibtisch zeigt eine Position, nicht deine Sichtbarkeit.
- Ein Geo-Raster misst an vielen Punkten im Einzugsgebiet und zeigt, wo du wirklich auftauchst.
- Die wichtigen Zahlen im Profil sind Anrufe, Routenanfragen und Websiteklicks, nicht Aufrufe.
- Ein fester Monatsrhythmus bringt mehr als tägliches Nachsehen.
Warum eine einzelne Suche nichts aussagt
Du tippst deine Leistung plus Ort bei Google ein, siehst deinen Betrieb auf Platz zwei und bist zufrieden. Dein Kunde drei Straßen weiter tippt dasselbe und sieht dich gar nicht.
Google nennt für lokale Ergebnisse drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung zwischen Suchendem und Betrieb ist einer davon. Deine Position verändert sich also mit jedem Kilometer, den jemand weiter weg steht. Dazu kommen Suchverlauf und Gerät.
Wer seine Sichtbarkeit an einem einzigen Punkt misst, misst seinen Schreibtisch.
Mit einem Geo-Raster im Einzugsgebiet messen
Ein Geo-Raster legt ein Gitter aus Messpunkten über deine Region und sucht an jedem Punkt dasselbe Stichwort. Das Ergebnis ist eine Karte, auf der du siehst, wo du in den ersten drei stehst, wo auf Platz zehn und wo gar nicht.
- Stichwort festlegen
Nimm den Begriff, mit dem Kunden dich suchen, nicht deinen Firmennamen. Also Zahnarzt Limburg, nicht Praxis Dr. Müller.
- Mittelpunkt und Radius setzen
Der Mittelpunkt ist dein Standort. Den Radius wählst du so groß wie dein echtes Einzugsgebiet, nicht so groß wie dein Wunschgebiet. Ein Handwerksbetrieb fährt weiter, als ein Restaurant Gäste anzieht.
- Rasterdichte wählen
Mehr Punkte bedeuten ein genaueres Bild und höhere Kosten je Messung. Ein mittleres Raster reicht, um Richtung und Veränderung zu erkennen.
- Messung wiederholen
Eine Messung ist eine Momentaufnahme. Erst die zweite und dritte im selben Raster zeigen, ob sich etwas bewegt.
Miss immer gleich. Gleiches Stichwort, gleicher Mittelpunkt, gleiches Raster. Wer zwischendurch den Radius ändert, vergleicht zwei verschiedene Dinge und wundert sich über den Sprung.
Welche Zahlen im Profil du monatlich mitnimmst
Das Unternehmensprofil liefert dir die Zahlen selbst. Nimm jeden Monat dieselben mit und schreib sie in eine Tabelle, dann siehst du nach einem halben Jahr eine Linie statt einzelner Werte.
| Zahl | Was sie zeigt |
|---|---|
| Anrufe | Die härteste Zahl. Jemand hat dich gefunden und zum Hörer gegriffen. |
| Routenanfragen | Jemand will zu dir kommen. Bei Ladengeschäften oft wichtiger als Klicks. |
| Websiteklicks | Interesse, das noch nicht zum Kontakt geführt hat. |
| Aufrufe, aufgeteilt nach Suche und Karte | Reichweite. Allein wenig aussagekräftig, weil auch Suchen nach deinem Firmennamen hineinzählen. |
| Suchbegriffe, über die Kunden dich fanden | Zeigt, ob deine Kategorie und deine Leistungen zu dem passen, was Menschen eintippen. |
Aufrufe sind die Zahl, die am leichtesten steigt und am wenigsten bedeutet. Ein Profil mit vielen Aufrufen und wenigen Anrufen hat ein Problem im Profil, nicht in der Sichtbarkeit.
Veränderungen am eigenen Profil bemerken
Google erlaubt es Nutzern, Änderungen an Profilen vorzuschlagen. Öffnungszeiten, Adresse, sogar die Kategorie lassen sich von außen anfassen. Manche Vorschläge übernimmt Google automatisch.
Deshalb gehört eine kurze Kontrolle in den Monatsrhythmus:
- Firmenname, exakt wie auf Rechnung und Schild
- Adresse mit Zusätzen wie Hinterhaus oder Etage
- Telefonnummer, die wirklich bei dir klingelt
- Hauptkategorie und weitere Kategorien
- Öffnungszeiten, besonders nach Feiertagen
- Website-Link, der nicht ins Leere führt
Zwei Minuten Arbeit. Eine falsche Telefonnummer, die vier Wochen unbemerkt im Profil steht, kostet dich mehr als jede Rankingveränderung.
Den Rhythmus festlegen und durchhalten
Monitoring scheitert selten am Werkzeug und fast immer daran, dass es nach drei Monaten einschläft. Setz dir einen festen Termin, immer am selben Tag im Monat.
- Raster messen
Gleiches Stichwort, gleiches Gitter wie beim letzten Mal.
- Profilzahlen notieren
Anrufe, Routenanfragen, Websiteklicks in dieselbe Tabelle wie im Vormonat.
- Profil durchgehen
Die sechs Punkte von oben, zwei Minuten.
- Eine Maßnahme ableiten
Eine, nicht zehn. Umsetzen und im nächsten Monat prüfen, ob sie gewirkt hat.
Nach drei Durchläufen hast du eine Linie. Nach sechs weißt du, ob deine Arbeit am Profil etwas bringt, und musst nicht mehr raten.
Wie die Messung im Detail funktioniert und was die drei Faktoren bedeuten, steht in Local SEO Rankingfaktoren und im Google Maps SEO Guide.
Was die drei Plätze im Kartenblock überhaupt sind und wie Google sie auswählt, steht unter Position im Local Pack messen.
Häufige Fragen zum Monitoring der lokalen Sichtbarkeit
Fragen zur laufenden Beobachtung der eigenen Zahlen.
Wie oft soll ich meine Sichtbarkeit prüfen?
Ein fester Rhythmus schlägt spontane Kontrollen. Einmal im Monat die Positionen im Raster messen und die Profilzahlen mitnehmen reicht für einen Betrieb. Wer täglich sucht, sieht nur Rauschen.
Warum sehe ich andere Ergebnisse als mein Kunde?
Weil Google nach Standort, Suchverlauf und Gerät unterscheidet. Deshalb sagt die Suche vom eigenen Schreibtisch wenig. Miss mit mehreren Punkten im Einzugsgebiet, dann siehst du das Bild statt eines Ausschnitts.
Welche Zahlen aus dem Unternehmensprofil sind die wichtigen?
Anrufe, Routenanfragen und Websiteklicks. Aufrufe allein sagen wenig, weil sie auch durch Suchen nach deinem Firmennamen entstehen. Entscheidend ist, was ein Besucher danach tut.
Was mache ich mit den gesammelten Zahlen?
Leite daraus je Monat eine Maßnahme ab, nicht zehn. Miss danach, ob sich etwas bewegt hat. Ein Bericht ohne Entscheidung ist verlorene Zeit.
Woran merke ich, dass jemand mein Profil geändert hat?
Google schickt eine Benachrichtigung an die hinterlegte Adresse, wenn ein Vorschlag von außen übernommen wird. Verlass dich nicht darauf. Geh einmal im Monat Name, Adresse, Telefonnummer, Kategorie und Öffnungszeiten durch.
Adriano Caruso prüft dein Unternehmensprofil am Telefon, zeigt dir die offenen Punkte und sagt dir, was die Umsetzung kostet. Der Profil-Check kostet dich nichts.



